Casa de Salud Santiago
Das Jakobus Hospital im Hochland von Guatemala ist der Ort, von dem aus mein Sozialfonds verwaltet wird. Die Menschen vor Ort, die im Hospital arbeiten sehen am besten, wo Hilfe nötig ist und verwenden meine Gelder vor allem um Kindern zu helfen. Durch meine regelmäßigen Besuche dort, habe ich tiefstes Vertrauen in das Team des Hospitals.
Der Verein TO OM RA, in dessen Vorstand ich bin, hat in der Region der Hochlandstadt Solola das Hospital SANTIAGO in Zusammenarbeit mit der Guatemala-Stiftung errichtet. Für den Unterhalt dieses Jakobus-Hospitals wurde in Guatemala im Jahre 2004 eine Stiftung gegründet. Dadurch sind die rechtlichen Grundlagen für die gesetzestreue Betreibung des Hospitals als Nonprofit Projekt in Guatemala gewährleistet. Die guatemaltekische Stiftung erteilte Norbert und Christine Muigg die Befugnis, das Hospital zu leiten und in seiner weiteren Ausrichtung zu planen.
Die Betreiber sind gegenüber dem Stiftungsrat und dem guatemaltekischen Staat zur Rechenschaft über die Geschehnisse im Hospital und über die Abwicklung der Finanzen verpflichtet.
Das Jakobus-Hospital ist nicht nur eine übliche, der ärztlichen Versorgung dienende Einrichtung. In diesem Hospital wirken Ärzte, Naturheilpraktiker, Heiler, Schamanen, Therapeuten und Hebammen gemeinsam und bilden zusammen mit dem Patienten eine Einheit. So wird in diesem HAUS DER GESUNDHEIT die Vision der Zusammenarbeit verschiedener Heilmethoden erlebbar und erlernbar umgesetzt. Erkenntnisse werden in Studien- und Forschungsprogrammen für die Auswertung in Europa ausgearbeitet.
Schwerpunkt in der Heilungsarbeit sind Präventivmaßnahmen, Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, Aus- und Weiterbildung der auf dem Land arbeitenden Hebammen und Aufklärung in den Bereichen Ernährung, Hygiene und Parasitengefahr.
Da es vor allem bei der indigenen Landbevölkerung keine Krankenversicherung oder Altersvorsorge gibt, ist die gesundheitliche Betreuung für diese Menschen kaum gegeben. Besonders die Kinder sind sehr gefährdet, aber auch Schwangere sind meist unterversorgt. Die Patienten bezahlen einen kleinen Ambulanzbeitrag, die Medikamente aus der Apotheke des Hospitals werden günstig abgegeben, in Notfällen ist die Behandlung kostenlos.
Informationen für die Bevölkerung
Ein besonderes Anliegen ist es, alte, noch vorhandene Heilmethoden der Maya wertzuschätzen und zu integrieren. Dadurch erhalten sich traditionelle Heilmethoden, die von der Bevölkerung in Verbindung mit einer ärztlichen Betreuung gerne angenommen werden, sie sind oft effizienter, günstiger und vor allem natürlicher.
Das Jakobus-Hospital hat eine bebaute Fläche von ca. 1500 qm, die erste Baustruktur wurde im November 2007 abgeschlossen. Das Guatemaltekische Finanzministerium genehmigte die Gemeinnützigkeit dieser Einrichtung. Die CASA DE SALUD SANTIAGO kann somit ohne Steuerabgaben über die in Guatemala eingerichtete Stiftung betrieben werden.
Das Gebäude des Jakobus-Hospitals ist ein schlichter, den Anforderungen entsprechender Vier-Kantbau. Es wurden vorwiegend Handwerker aus der Region an dem Bauvorhaben beschäftigt. So erhielten sonst arbeitslose Menschen Arbeit und konnten ihre Liebe, ihre Erfahrungen und Ideen mit einbringen.
Für die CASA DE SALUD sind in der weiteren Ausbaustufe Räume für Schulmedizin, Operationssaal, Laboratorium, Röntgenraum, Frauenabteilung, Räumlichkeiten für die Naturheilkunde und der traditionellen Heilkunde der Maya sowie für diverse Therapien vorgesehen.